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So fing alles an Wir schreiben das Jahr 1974. In den unendlichen Weiten des Rock´n Roll Universums, in einer kleinen Stadt in Deutschland, trifft der ex-BLIND OWL Sänger Uwe Peter bei einem noch kleineren Nachwuchswettbewerb (so nannte man früher die Casting-Shows) auf eine junge Band namens PAX VOBISCUM. Gemeinsam mit deren Mitgliedern Peter "Pit" Jost (git), Rolf "Spitzi" Wegner (dr.) und Reinhold Engel (b) gründet man die Rockgruppe Mr. GRABSTEIN. Der Name sollte damals provozieren - man wollte provozieren - rebellieren, denn es war die Zeit des großen Umbruchs und man selbst ein Teil von ihr. Schon 3 Monate später nahm die Band am SAAR-PFALZ-ROCKMEETING, einem zweitägigen Nachwuchsfestival in Saarbrücken, teil. Neben etabliierten Gruppen wie RAGE, BODICEA oder NEUSCHWANSTEIN war es für die jungen "Grabsteine" ihr erster Auftritt. Doch man setzte sich durch und gewann diesen Band-Battle und durfte sich mit dem Titel BESTE SAAR-PFALZ ROCKGRUPPE 1974 und einem Pokal schmücken (viel mehr gabs nicht). ______ Reinhold musste zum Bund und schon gab´s den ersten Besetzungswechsel. Neuer Mann am Vier-Saiter wurde PETER "Bello" BELL, mit dem Uwe zuvor bei THE PHANTOMS gespielt hatte. Schon zwei Jahre später wurde aber auch PETER JOST vom Bund gerufen und die Band löste sich (zunächst) auf. Mr. GRABSTEIN nahm damals in einem kleinen 8-Spur Tonstudio, das sich in einem Wäschekeller befand, mitten zwischen Wäscheleinen und feuchter Unterwäsche ihren Song "smoke" auf. In diesen Räumen startete Michael Leistenschneider seine Karriere als Musikproduzent, Inhaber des Musikverlages und Labels LEICO und Besitzer eines großen professionellen Tonstudios. Die "Demo-Cassette" (ja sowas gab es füher mal als Datenträger, eine Cassette und den dazugehörigen Cassettenrekorder) mit dem Song "smoke", wurde auf geradezu naive Weise an die ganz großen Majorlabel der damaligen Plattenindustrie geschickt (die vielen kleineren Indie- Label wie heute gabs noch nicht) - fand aber dort keine Beachtung und landete wohl in so manchem Papierkorb. Heute ist der Song auf dem CD-Sampler PSYCHDELLIC GAMS 3 des führenden "Krautrock-Labels" GARDEN of DELIGHTS neben z.B. auch den frühen SCORPIONS zu finden und ein begehrtes Sammlerstück ______ Uwe und Spitzi gründeten nun mit TOM SCHMITT (git.), KURT WAGNER - dem Glasisch Karl aus dem mehrfach preisgekrönten Epos HEIMAT von Edgar Reitz - am Bass, PETER KIEFER † (violine) und Karl H. "Salz" MAYER † an den keyboards die Formation FRUIT. Geradezu legendär wurden ihre Auftritte in Jugendstrafanstalten - damals eine kleine Sensation ! Nachdem ihr Proberaum, vermutlich wegen einer Kippe im Mülleimer, ausgebrannt war, kam dann auch das schnelle Aus für FRUIT. Nur ein Zufall verhinderte, daß das 4-stöckige Gebäude nicht abgebrannt war ! R.I.P. - Peter u. “Salz” "Bello" gründete gemeinsam mit dem späteren ELAINE-Gitarristen WERNER FREY die Gruppe GÄA. Ihnen erging es mit ihrem als Demo gedachten Longplayer "Auf der Bahn zum Uranus" nicht viel anders als zuvor Mr.Grabstein mit "smoke": Die in der geringen Auflage von 500 Stück gepresste Langspielplatte mit vielleicht knapp 100 verkauften Exemplaren - der Rest wurde damals bei der Auflösung von GÄA feierlich auf einem Scheiterhaufen verbrannt - gehört heute zu den begehrtesten Sammlerstücken weltweit und die Erstauflage erreicht unter Liebhabern Höchstpreise von bis zu 2.000,-- €. Uwe wechselte damals zu der Saarbrücker Band SaD, “Spitzi” gründete mit Tom und dem leider viel zu früh verstorbenen, Ausnahme- Gitarristen Heiner "SPEED" Schwagmeier die Gruppe BRAIN. Speed starb auf eine Art und Weise, wie er sie sich wohl als “durchgeknallter Künstler” nicht hätte besser ausmalen können. Nachdem er vormittags ausgiebig mit seinen Freunden den traditionellen “Heilig Morgen” in der Saarlouiser Altstadt gefeiert hatte, kam er nach Hause, legte sich ins Bett, um seinen Rausch auszuschlafen und zum Feiern am Abend wieder fit zu sein. Seine Mutter fand ihn nur wenige Stunden später, als sie ihn zur Bescherung wecken wollte, tot im Bett.   Speed starb am 24. Dez. 2002 R.I.P. ______ 1977: "Pit" war vom Bund zurück - formierte sich die alte Besetzung wieder neu und als zusätzlichen Mann brachte "Bello" seinen ex- GÄA Gitarristen WERNER FREY mit zu GRABSTEIN, wie sich die Band nun mehr nannte. War "Pit" zuvor ausschließlich der Komponist der Stücke, so kamen nun mit Werner ganz neue Einflüsse in die Band - die Musik ging etwas weg vom ursprünglichen Krautrock und hin zum melodisch/psychedelichen Rock (wie es damals hieß). Ausgefeilte Melodien, mehrstimmiger Gesang, zweistimmige Gitarrensolis und die Texte ihrer Songs, die immer mehr in deutscher Sprache  dargeboten wurden, wurden zu ihrem Markenzeichen. Denn die deutschsprachige Rockmusik steckte noch in ihren Kindertagen - der Krautrock mußte sich erst langsam von der Meinung entfernen, daß die deutsche Sprache und Rockmusik nicht miteinander harmonieren würden. Es sollte noch Jahre dauern, bis Rock made in germany auch international seine Anerkennung fand ! Nach knapp 2 Jahren wurde dann aus GRABSTEIN die Gruppe ELAINE Frei nach dem Motto: Raider heißt jetzt Twix - sonst ändert sich nix ! ... aber das ist eine andere Geschichte ....
1974 Rolf "Spitzi" Wegner (dr.) Peter Jost (git.) Uwe Peter (voc.) Reinhold Engel (b.) Mr. Grabstein mit neuem Bassisten Peter "Bello" Bell (3.v.l.) So begann LEICO-records SaD 1976 (eine Saarbrücker "Legende") v.l.n.r. Dietmar Lorscheider (b.) "Lui" Schmitt (git.) Gerhard Hoff (git.) Rainer Egelhof (dr.) Uwe Peter (voc.) BRAIN: v.l.n.r.. Spitzi, Speed († 2002), Tom ...GRABSTEIN mit Werner Frey next